Das Bakterium Pasteurella multocida wurde 1879 zum ersten Mal beschrieben und nach Louis Pasteur benannt, der ihm einen Teil seiner Forschungsarbeit gewidmet hat.

Pasteurella multocida ist Bestandteil der normalen Darmflora von Katzen und Hunden.

Das Bakterium kann im Speichel von 70 bis 90% der Katzen, und 30 bis 50% der Hunde nachgewiesen werden, sowie bei Pferden, Schweinen, Kaninchen, Ratten und Hühnern.

 

 

 

Vorsicht bei Hunde- und Katzenbissen

Dieses Bakterium kann leicht durch Bisswunden übertragen werden.
Drei von vier Katzenbissen und die Hälfte aller Hundebisse verursachen eine Infektion.
Die Übertragung durch Kratzwunden ist seltener.

 

Schwere Komplikationen

Pasteurella multocida verursacht die Pasteurellose. Diese Krankheit ist durch eine rasche Schwellung und starke Schmerzen an der Stelle der Verletzung gekennzeichnet. Falls sie nicht mit Antibiotika1 behandelt wird, können schwere Komplikationen auftreten, die zu bleibenden Schäden vor allem an Knochen und Gelenken führen können. Die Infektion kann auch das Herz befallen, was zu einer Endokarditis2 führen kann.

Der gesunde Reflex

  • Nehmen Sie den Biss einer Katze nicht auf die leichte Schulter, auch wenn Sie das Tier gernhaben.
  • Reinigen Sie die Wunde gründlich mit Wasser und Seife.
  • Desinfizieren Sie die Wunde, und bringen Sie einen sterilen Verband an.
  • Suchen Sie in jedem Fall einen Arzt auf. Sie/er wird Ihnen, falls nötig, Antibiotika1 verschreiben, die das Risiko einer Infektion mit Pasteurella multocida

 

Antibiotikum1 = Medikament, das Bakterien abtötet oder mindestens deren Wachstum hemmt. Antibiotika wirken gegen Bakterien, sind jedoch ineffektiv in der Behandlung von Krankheiten, die durch Viren und Parasiten verursacht werden.

Endokarditis2 = Entzündung des Endokards. Das Endokard ist die Membran welche die Innenwand des Herzmuskels auskleidet und die Herzklappen bedeckt. Eine Endokarditis ist sehr selten, kann aber sehr gefährlich sein.